Stefan Sachs
Dr. Ing.
Beratender Ingenieur

voraussichtlich ab
1. Quartal 2008 verfügbar

Requirements Management:

Anforderungsmanagement als Grundlage von Softwareentwicklungen stellt über mehrstufige Verfeinerungen der Spezifikationen sicher, daß die erstellte Software die Forderungen der Auftraggeber erfüllt. Zu jeder Anforderung werden die daraus resultierenden Entwurfsvorgaben beschrieben und verlinkt.
Zusätzlich werden für die verschiedenen Spezifikationsebenen Testvorschriften erzeugt, mit denen überprüft werden kann, ob die Vorgaben erfüllt sind. Diese Testvorschriften werden wiederum mit den Spezifikationen verlinkt.
Wenn ein System auf diese Weise vollständig beschrieben wurde, dann kann nach der erfolgreichen Durchführung aller Testvorschriften davon ausgegangen werden, daß es alle Anforderungen erfüllt. Ist sowohl die Testdurchführung als auch die vollständige Verlinkung der zugrundeliegenden Spezifikationen (Traceability) dokumentiert, dann erfüllt die Software formale Anforderungen von Zulassungsbehörden.
Zugleich ermöglicht das Anforderungsmanagement eine umfassende Dokumentation der den Entwurfsentscheidungen zugrundeliegenden Wünsche des Auftraggebers, was bei der Wartung von Software sehr hilfreich sein kann.

Im praktischen Einsatz erzeugt diese Vorgehensweise jedoch einen erheblichen Verwaltungsaufwand. Wird das Anforderungsmamagement  manuell durchgeführt, dann besteht wie bei vielen anderen Entwurfstechniken die Gefahr, daß nach den ersten Projektphasen die Dokumente nicht weiter gepflegt werden. Wird aus zulassungsrechtlichen Gründen auf der Durchführung der formalen Abläufe bestanden, dann hat das gravierende Auswirkungen auf die Produktivität.

Deshalb wurde in diesem Werkzeug versucht, die Verwaltung von Anforderungen so zu integrieren, daß aus einem möglichst geringen Aufwand ein maximaler Nutzen entsteht. Das Werkzeug erleichtert die Erfassung und Verwaltung von Requirements durch:

  • einfache Erfassung von Anforderungen
    Texte können einfach erfaßt, importiert und bearbeitet werden. Durch die Klassifikation von Textabschnitten können die Eingaben strukturiert werden. Anhand dieser Strukturen können Dokumente durch selektive Darstellung einzelner Strukturklassen generiert werden
  • einfache Verlinkung auf Textebene
    Es können beliebige Links auf einzelne Begriffe oder Begriffsgruppen verlinkt werden. Links können ebenfalls klassifiziert werden und zur Strukturierung der Darstellung verwendet werden. Links können von und zu Modellkomponenten gezogen werden. Verlinkungen auf Modellebene werden in den generierten Code übernommen
  • einfache Erzeugung von Dokumenten
    Die Ausgabe der gesamten Unterlagen als HTML Dokumente ermöglicht es, den Entwurf ohne die Entwicklungsumgebung nachzuvollziehen. Eine Papierdokumentation kann für Archivierungszwecke ebenfalls erstellt werden.

Entscheidend ist hier wieder die Integration des Anforderungsmanagements in das CASE-Tool und seine Produktionstechniken.  Werden Anforderungen direkt mit den Beschreibungen das Modells verlinkt, dann können die Abhängigkeiten direkt im generierten Code dokumentiert werden, so daß die Traceability  über den gesamten Entwicklungsprozeß  gewährleistet ist. Die Verlinkung zu Use Cases ermöglicht eine einfache Generierung von Vorlagen für Testvorschriften.

 

 

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