Stefan Sachs
Dr. Ing.
Beratender Ingenieur
   
Systemsicherheit

Sichere Systeme sind einfache Systeme.

Die (vor allem aus Vermarktungsgesichtspunkten vorangetriebene)  "Bereicherung" der Bedienoberflächen mit Features steht dieser Anforderung entgegen. Um unter diesen Bedingungen Systeme zu entwickeln, die sowohl den gesetzlichen Anforderungen als auch dem Anspruch eines verantwortungsvollen Ingenieurs genügen, ist es erforderlich, sicherheitskritische Bereiche zu erkennen, zu analysieren und zu isolieren.

Sichere Systeme schließen unzulässige Zustände bereits im Entwurf aus, anstatt sie zu überwachen.

Wenn ich den Druck in einem Beatmungssystem durch einen beschwerten Balg erzeuge, dann kann ich aufgrund der mechanischen Auslegung des Balgs eine vorgegebene Druckgrenze nicht überschreiten. Eine Drucküberwachung muß hingegen gegen Ausfall gesichert werden.

Ähnliches gilt für Software. Wenn die sicherheitsrelevanten Systemzustände so beschrieben sind, daß nur zulässige Zustände und Übergänge möglich sind, dann ist die Software sicher. Wenn hingegen Zustände mit verteilten Parametern beschrieben werden und  Konsistenz programmatisch hergestellt wird, dann sind Probleme im wahrsten Sinn des Wortes vorprogrammiert

 
 
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